Wir über uns
News
Kontakt
Projekte Äthiopien
Mikrokredit Gruppe 1
Mikrokredit-Konzept
Trinkwasseraufbereitung
Gemüse in Supe
Freiwilligen-Einsatz
Supe Felix-Schule
Supe Sekundarschule
Supe Boro Grundschule
Projekte Madagaskar
Spenden / Gönner
Ausbildungspatenschaft
Fotogalerie
Links
Presse
Gästebuch
     
 

5 Monate Gemüse-Suphe






Äthiopien
- das Land fasziniert mich schon lange -
die verschiedenen Leute, Sprachen, Landschaften und Lebensweisen in demselben Land.

      Mirjam Jann

Im Rahmen meines Studiums (Umweltingenieurwesen) hatte ich die Möglichkeit für 6 Monate ein Praktikum in diesem Land zu machen. Ich habe es sehr lieb bekommen.

Gemüsebauprojekt

Durch Learning for Life
erhielt ich die Gelegenheit in Suphe ein solches Projekt zu starten.

Ziel war es, Gemüse im grösseren Stil anzubauen, um der Bevölkerung einerseits eine grössere Vielfalt im Nahrungsangebot und andererseits ein zusätzliches Einkommen zu ermöglichen, indem das Gemüse auf dem Markt verkauft wird. 12 Leute aus dem Dorf wurden ausgewählt und nach zahlreichen Sitzungen konnte mit der Arbeit begonnen werden.


Ich war mir bewusst, dass das Denken und Handeln in einem solchen Land anders ist und es sehr viel Geduld und Ausdauer brauchen wird. Aber es brauchte noch viel mehr als ich mir vorgestellt hatte. Durch diese Herausforderung durfte ich aber viel lernen und verstand immer mehr das Denken der Leute.













Handarbeit
- mit Pflug und Ochs wurde der harte Boden „gepflügt“.


Darauf folgte Bodenbearbeitung mit Hacke und Händen sowie das Formen der Beete. Auf einem Anzuchtbeet säten wir Tomaten, Kabis, Zwiebeln, Chili und Blumen. Später pflanzten wir die Setzlinge auf die Beete.


Das alles brauchte viel Zeit, da die Hauptbeschäftigung zu diesem Zeitpunkt die Kaffeeernte war und die Gruppenmitglieder vielmals anderswo arbeiteten. Ich führte das Tropfbewässerungssystem ein, um den Wasserverbrauch zu optimieren. Eine Wasserpumpe wurde gebaut und eine weitere Quellwasser-leitung ist in Entstehung. Das Feld hat eine Grösse von 2000 m2 und könnte noch erweitert werden.

Es war spannend die Gruppendynamik zu erleben. Zu Beginn war die Zusammenarbeit sehr schwierig, aber mit der Zeit übernahmen die meisten immer mehr Verantwortung und waren stolz auf „ihr“ Projekt. Dies ist das Wichtigste; wenn es nicht irgendein Projekt ist, sondern zu ihrem eigenen wird und sie motiviert sind es auch weiter zu führen. Nebst dem praktischen gab ich ein paar Theoriestunden über den Gemüsebau; Bodenbearbeitung, Kompost, Schädlinge uws. Einige hatten noch gar keine Erfahrungen in diesem Gebiet.
Diese Zeit war für mich sehr wertvoll und prägend. Durch den direkten Kontakt mit den Dorfbewohnern durfte ich diese Kultur hautnah kennen lernen. Es sind viele wertvolle Kontakte entstanden und ich fühlte mich sehr eingebunden in die Gemeinschaft in Suphe. Trotzdem war ich immer noch die „Farrenschi“ (Fremde) und die Kinder liebten es auf mich zuzurennen, mir ihre klebrigen Hand zu geben und zu fragen wohin ich gehe.

Die warme Sonne, die würzige Luft, der Geruch von frisch geröstetem Kaffee, die Kühe und Schafe zwischen den Häusern, der farbige Markt, lachende Kinder, riesige Papayas und scharfe Injera-Sauce werden mir nebst vielem anderem immer in Erinnerung bleiben. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit und bin sicher, dass es nicht das letzte Mal war.