Äthiopien - Wiege der Menschheit

Äthiopien ist alt, älter als es sich viele vorstellen können. Kultur und Tradition des ehemaligen Abessinien reichen mehr als drei Jahrtausende zurück. Und davor noch lebte dort Lucy oder Dinkenesh - "Du bist wunderbar" -, wie sie die Äthiopier nennen. Lucy ist das älteste Hominidenskelett der Welt, dessen Überreste in einem entlegenen Winkel dieses wunderschönen und zugleich so extremen und widersprüchlichen Landes gefunden wurden.

Äthiopien, das 1,13 Millionen Quadratkilometer grosse Land der entlegenen, wilden Gegenden und des endlosen Hochlands, das Land des weiten Himmels, der endlosen Horizonte und der unendlichen Panoramen, das Land der stolzen, tief gläubigen und so unglaublich gastfreundlichen Menschen, ist in der Tat wunderbar. Sein Zauber wirkt ansteckend und wer einmal ein Gefühl dafür entwickelt hat, der möchte immer wieder zurückkehren. Denn kein anderer Ort auf Erden ist wie dieser.

In den armen Gebieten Äthiopiens, wo die Menschen in erster Linie damit beschäftigt sind zu überleben, und vor allem auch in den entlegenen Gegenden des Landes, die von grösseren Zentren abgeschnitten und von der Regierung vergessen sind, herrscht daher häufig eine ernüchternde Perspektivelosigkeit. Diesbezüglich ist die Stiftung Learning for Life überzeugt, dass vor allem Schulbildung von Kindern sowie berufliche Ausbildungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine zentrale Chance bilden, um diese Desillusioniertheit zu durchbrechen.

Aus dieser Überzeugung heraus legt die Stiftung Learning for Life bei ihren Projekten ein klares Schwergewicht im Bereich Aus- und Weiterbildung. Als erstes Learning-for-Life-Engagement überhaupt, wurde im Dorf Supe, im Südwesten Äthiopiens in Richtung der sudanesischen Grenze, ein Schulbau für die Kleinsten realisiert. Beim Projekt, das Ende 2002 / Anfang 2003 dank äthiopischen Freunden und Vertrauenspersonen zustande kam, handelt es sich um eine Grundschule zur Einschulung von Fünf- bis Siebenjährigen (siehe Unterrubrik Supe Boro Grundschule).