Ein Freudentag in Jerkuni

Jerkuni ist ca. 3 Gehstunden von Supe entfernt. Es ist nur ein kleines Dorf, aber es ist das Einzugsgebiet für mehr als Tausend Schüler, trotz langem Schulweg.

Heute ist grosse Einweihung für die von Learning for Life gebaute Schule für 400 Kinder resp. 800, da sie in zwei Schichten die Schule besuchen. Bereits vor dem Dorf ist für uns fast kein Durchkommen mehr, denn die Kinder erwarten uns schon mit klatschen und singen. Bei der Schule angekommen, empfangen uns Lehrer, Eltern sowie die Behörden, sicher 2000 Gäste. Dies ist das Grossereignis des Jahres. Die Feier wird eröffnet wie immer in dieser Gegend von je einem Priester der christl. Orthodoxen Kirche sowie einem des Islam. Es gibt Ansprachen, Gedichte und Gesänge der Kinder, ich zerschneide zusammen mit dem Bezirkshöchsten das Band, Besichtigung der Schulzimmer, Austausch von Geschenken und als Abschluss eine Kaffeezeremonie.

Die Bevölkerung von Supe hat mir vor Jahren ein Pferd geschenkt, Milkom sein Name; dieses wird bei solchen Gelegenheiten herausgeputzt, und ich muss dann zur Freude von Allen einen Ritt vor den Gästen absolvieren! Das gehört eben auch zu den Pflichten einer Präsidentin.

Es ist schön zu erleben, wie immer mehr Eltern ihre Kinder zur Schule schicken; mindestens soviele Mädchen wie Buben. Die Kehrseite der Medaille ist, dass immer mehr Gemeinden an uns gelangen, ob wir ihnen beim Bau eines Schulhauses helfen könnten. Mittlerweile haben wir Schulhäuser gebaut für ca. 3000 SchülerInnen. Langsam haben wir viel Erfahrung und deshalb bestehen wir darauf, dass sich die Gemeinden am Bau beteiligen in Form von Ausebnen des Terrains und Erdarbeiten.

Der Grundstein ist gelegt für eine bessere Zukunft der Kinder.

 

Josephine Bürgin

Das neue Schulhaus von Jerkuni
Das neue Schulhaus von Jerkuni