Wie immer gibt es gute und weniger gute Resultate aus unserem Engagement. 

Eine Freude sind die Frauen. Fast alle der jungen Frauen, die durch LfL eine Krankenschwester-, 

Hebammen-, Haushalt- und Köchinnen-Ausbildung absolvierten, haben gute Stellen bei Gesundheitszentren, Spitälern, Restaurants, Hotels oder privaten Grosshaushalten. 

Mir scheint, dass die Mädchen und Frauen am meisten von unserem Engagement profitieren. 2003 

bei der Einweihung unserer ersten Schule sagte ich, es wäre schön, wenn ebensoviele Mädchen wie 

Buben zur Schule gingen. Es dauerte ein paar Jahre, aber jetzt ist es selbstverständlich, dass in Supe 

und Umgebung alle Kinder zur Schule gehen. Ich glaube, wir können das Gleiche bewirken am 

neuen Wirkungsort Zew Mariam, wo momentan nur wenig Mädchen die Schule besuchen und mit 

12 Jahren verheiratet werden.

 

 

ÄTHIOPIEN

Bienenhaltung generiert Einkommen und 

Zukunftsperspektiven. Seit drei Jahren haben wir an den Universitäten 

in Metu und Assela 90 angehende Biologinnen zu Imker-Expertinnen ausgebildet. 

Diese Frauen kehren nach ihrer Ausbildung in ihre Herkunftsorte zurück, gründen Genossenschaften 

und produzieren gemeinsam Honig und Wachs. Wir unterstützen einige Gruppen 

mit Weiterbildung und Material. Nach der nächsten Ernte mit erstem Einkommen 

von Honig- und Wachsverkauf brauchen sie nur hie und da die Beratung durch unseren 

Experten Solomon. Zwei unserer Gruppen haben einen Ausstellungsplatz beim nächsten 

APIMONDIA-Symposium 2018 in Addis Ababa erhalten.

 

Neues Schulprojekt in Zew Mariam 

Die neue Schule in Zew Mariam macht Fortschritte 

Die drei Äthiopier, Bereket, Paulos und Tesfaye, die ich durch unser Lehrlingsprogramm schon lange kenne und die im Waisenhaus Selam (einer Schweizer Stiftung) aufgewachsen sind, haben unsere Stiftung gebeten, in ihrem ehemaligen Heimatdort eine Schule zu bauen.

Das Dorf Zew Mariam liegt im Norden von Äthiopien, etwa drei Fahrstunden entfernt von Lalibella, dem bekannten Ort mit den Felsenkirchen.

Ich habe den Ort bereits zweimal besucht und bin erschrocken, wie bitterarm die Leute dort sind.

Viele der Kinder gehen nicht zur Schule, denn die Eltern behalten sie zuhause zum arbeiten. Dies trifft vor allem für die Mädchen zu, die zum Teil bereits mit 12 oder 13 Jahren verheiratet werden.

Im Mai hat der Stiftungsrat beschlossen, dass wir dort ein Schulhaus bauen, was hoffentlich die Bewohner animiert, ihre Kinder in die Schule zu schicken und überhaupt ein Zeichen zum Aufbruch ist. Dabei hilft seit neustem auch, dass die Kinder in der Schule täglich eine Mahlzeit erhalten; gekocht von einheimischen Frauen und gesponsert von der lokalen Regierung.

 

Der Bau macht Fortschritte, trotz Regenzeit, und vermutlich können wir Ende November das neue Schulhaus für ca 400 Kinder, die in zwei Schichten den Unterricht besuchen werden, einweihen.

Als grosses Plus gibt es auch Toiletten für die Kinder, was etwas ganz Neues ist für das Dorf und sicher zur Hygiene resp. Gesundheit beiträgt.

Positiv ist auch, dass die drei Männer die Verantwortung für den Schulhausbau tragen und sie damit ihrem Heimatort etwas geben für dessen Weiterentwicklung.

 

Das Projekt in Supe ist abgeschlossen

Die Gemeinde Supe, die näheren Dörfer und deren Bewohner haben seit 2003 sehr viel Unterstützung und Wissen von Learning for Life erhalten und sind jetzt selbständig in der 

Lage, mit der Infrastruktur der Schulhäuser (für 2500 Schüler), einem Gesundheitszen-

trum, der Wasserversorgung und dem Gelernten ihre Zukunft gut zu bewältigen. 

Einzig die Hebamme und Gesundheitsberaterin wird weiterhin von uns bezahlt.

 

 

MADAGASKAR 

Schülerinnen / Studenten / Lehrlinge 

 

Wir haben 23 Kinder und Jugendliche aus ganz armen Verhältnissen unterstützt.

11 davon absolvierten 2018 eine Berufslehre. Die Lehren in Madagaskar kann man nicht mit 

unseren vergleichen; sie dauern  nur ein paar Monate. Voa Hartmann, Madagassin, verheiratet in der Schweiz, besucht und kontrolliert bei ihren jährlichen Besuchen in Madagaskar unsere Projekte 

und betreut sie.

 

Frauen-Honigprojekt 

Unsere beiden Experten H.U. Thomas und R. Zumsteg weilten bis Ende November 2017 in 

Manjakandriana und unterrichten 20 Imkerinnen in der Wachsherstellung. Learning for 

Life hat einen Generator, einen Transformer, 

eine Wachspresse sowie Schmelztöpfe bereitgestellt. Letztes Jahr lernten die Frauen bereits 

das Basishandwerk des Bienen-/Honigmetiers. Wachs ist ein gefragtes Produkt. Die Imkerinnen werden schon bald vom Honig- und Wachsverkauf leben können. Wir sind sehr zufrieden über die Entwicklung.

 

Bau einer Berufsschule in Antsahamanina 

Der Stiftungsrat hat anfangs 2017 den Bau der Berufsschule bewilligt, jedoch verzögerte er 

sich aus Gründen wie Todesfall in der Familie des Baumeisters, höheren Transportkosten des 

Baumaterials und dem Einmischen mehrerer Aemter mit zusätzlichen Vorschriften. Im September 2018 wird die Schule aber fertiggebaut sein.

 

 

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Mithilfe und Ihr Interesse und freuen uns, wenn Sie weiterhin 

bei unseren Projekten engagiert bleiben.

Mit besten Grüssen

Josephine Bürgin

Präsidentin des Stiftungsrates